Lage! Lage! Lage! So finden Sie Ihre optimale Immobilie

Lage! Lage! Lage! So finden Sie Ihre optimale Immobilie

Wie der persönliche Wohntraum sich anfühlen sollte, dafür gibt es kein Grundrezept. Der eine beschreibt es so:

„Augen zu und die Seele baumeln lassen. Um mich herum zwitschern Vögel, die Sonne kitzelt meine Nasenspitze und ich weiß wieder, wofür ich die ganze Woche über arbeiten gehe. Wochenende. Mein Haus, mein Garten, meine Familie. Viel Grün um mich herum, der Verkehrslärm ist weit weg, die Nachbarn auch. Irgendwo kicken ein paar Kinder einen Ball ins Netz. Die Mittagssonne tut gut und ich bin einfach zufrieden.“

Oder finden Sie sich hier eher wieder:

„Urlaub? Wozu? Direkt unter mir tobt das Leben. Ich bin auf dem Dach der Welt. Na ja, fast, jedenfalls auf meiner Dachterrasse mitten in der City. Coole Loungemöbel um mich herum zum Chillen und Feiern. Über mir zieht der hundertste Flieger einen Kondensstreifen nach sich, unten staut sich der Verkehr. Und nur einen Schritt entfernt reifen meine Tomaten vor sich hin. Ich bin mitten im Geschehen, brauche nur ein paar Schritte zur nächsten U-Bahn und zu Bars und Cafés. Einfach herrlich.“

Ob auf dem ruhigen Land, mitten in der hektischen Stadt, am stürmischen Meer oder in den idyllischen, aber rauen Bergen – Wohnträume fühlen sich ganz unterschiedlich an. Und nicht immer wohnt man auch dort, wo man gerne wohnen würde. Der Arbeitsplatz, die Familie oder schlicht die eigene Komfortzone ziehen Grenzen, die man nicht so einfach übertreten kann. Zumindest glaubt man das häufig.

Wer eine Immobilie sucht, dem stehen viele Möglichkeiten offen, sowohl geografisch, wie auch von der Wohnform her. Da fällt die Entscheidung oft gar nicht leicht, unterscheiden sich die Varianten doch meist auch finanziell stark.

Was macht eine gute Lage aus?

„Lage! Lage! Lage“, das ist die gängige und immer noch gültige Antwort auf die Frage, worauf bei einer Immobilie zuerst geachtet werden sollte. Die Lage bestimmt maßgeblich den Kaufpreis einer Immobilie ebenso wie den Verkaufspreis. Aber wo findet man die beste Lage für „die“ Immobilie, wo doch jeder einen eigenen Geschmack hat?

Es gibt unterschiedliche Faktoren, die den Immobilienstandort als einfach, gefragt oder erstklassig klassifizieren. Verkehrsanbindung und Bevölkerungsstruktur spielen dabei ebenso ihre Rollen wie das Image und die Infrastruktur. Ist die Wohngegend gewachsen oder lieblos aus dem Boden gestampft worden? Fördern Stadt und Land den Erhalt historischer Gebäude oder prägen verfallene Fassaden das Bild? Auch der Zeitgeist beeinflusst Preis und Nachfrage. Wer hätte noch vor einigen Jahren eine Hochhauswohnung in elitären Wohntürmen über der City gekauft, die pro qm 5000.— EUR kostet? Wer darüber nur müde lächeln kann und dieses Geld liebend gerne in ein frei stehendes Eigenheim in grüner Natur stecken würde, sollte auch dabei hinsichtlich der Lage einiges bedenken. Denn wer sagt denn eigentlich, welche Lage dauerhaft die für Sie geeignetste ist?

Wichtigste Kriterien für den Marktwert einer Immobilie sind Wohlstand und Nachfrage der anvisierten Region. Wer beispielsweise nach München ziehen will, muss finanziell bestens aufgestellt und dennoch sehr geduldig sein, bis er fündig wird. Das liegt nicht nur an der glänzenden Lage der Stadt, sondern auch an der wirtschaftlichen Stabilität und dem hohen Einkommensniveau. Ganz sicher aber auch an den weichen Faktoren wie Atmosphäre, gefühlte Sauberkeit und Ordnung und Herzlichkeit der Münchner.

Da die Lage einer Immobilie nicht veränderbar ist, sehr wohl aber ihr Zustand und die räumliche Gestaltung, bleibt die Lage das erste Kriterium für Wertbeständigkeit und Anschaffungskosten. Dabei ist die Makrolage wichtig: Wie zukunftsträchtig ist der Ort, die Stadt, das Umland, das Bundesland? Ebenso wichtig ist die Mikrolage, d. h. wie gut passen das nächste Umfeld, also die Straße, der Ortsteil, die direkte Nachbarschaft?

Ob die nachgefragteste Lage aber auch die Lage ist, die Ihre Erwartungen erfüllt, hängt von vielen persönlichen Faktoren ab:

  • Leben Sie alleine oder haben Sie Familie mit unterschiedlichen Bedürfnissen?
  • Sind Sie auf öffentliche Verkehrsmittel oder gut ausgebaute Straßen angewiesen?
  • Werden Einrichtungen wie Schulen, Kindergärten oder Spielplätze in der Nähe benötigt?
  • Soll der Wohnort im näheren oder weiteren ländlichen oder städtischen Bereich liegen?
  • Wie lange darf der Arbeitsweg sein und wie lange die Wege zu Einkaufsmöglichkeiten, Ärzten und Kultureinrichtungen? Befinden sich solche Einrichtungen in unmittelbarer Nähe (Besucher- und Lieferlärm)?
  • Was wird sein, wenn die Kinder aus dem Haus und Sie selbst älter sind? Passen der Wohnort und die Entfernungen dann immer noch?
  • Wie ruhig oder lebhaft darf das Umfeld sein? Wie empfinden Sie spielende Kinder, Fluggeräusche, Hundegebell oder Verkehrslärm?
  • Gibt es störende Gerüche durch die Kläranlage oder den Bauernhof nebenan? Ist das Tierheim, ein Krankenhaus oder die Feuerwehrstation in der Nähe zu berücksichtigen? Können gesundheitliche Schäden auftreten durch Windräder oder Starkstromleitungen in der Nähe?
  • Wie stehen Sie zu Risiken durch Hochwasser, Sturm, Schnee oder zu schwierigen Bedingungen in den Bergen?
  • Gibt es störende soziale Brennpunkte in der Nähe? Was sagt die Kriminalitätsstatistik zu dieser Region?
  • Wie ist die Parkplatzsituation und das Nachtleben in der näheren Umgebung?
  • Und nicht zuletzt: Wie ist die Atmosphäre? Grüßen die potenziellen Nachbarn freundlich oder wirkt alles sehr distanziert und anonym?

 

Fazit: Die Lage einer Immobilie bestimmt zum einen den wirtschaftlichen Marktwert. Zum anderen beeinflusst die Lage Ihre persönliche Zufriedenheit und Ihr Wohlgefühl. Inwieweit sich beide Sichtweisen optimal miteinander verbinden lassen, hängt auch von Ihren Erwartungen an die Immobilie ab.

 

Kaum haben Sie sich für die optimale Lage Ihrer Immobilie entschieden, steht schon die nächste Frage an: Welche Wohnform soll es sein? Ein Reihenhaus in Citynähe, ein frei stehendes Einfamilienhaus im Grünen oder eine Eigentumswohnung über den Dächern der Stadt? Jede Immobilienart hat seine Licht- und Schattenseiten:

Eigentumswohnung

Nicht jeder freut sich, einmal wöchentlich den Rasenmäher aus dem Keller zu holen und hobbymäßig zum Gärtner umzuschulen. Nicht jeder möchte Unkraut jäten, Sträucher pflanzen oder Rosen schneiden. Da bietet sich eine Eigentumswohnung an. Nicht nur die Pflichten sind hierbei geringer, sondern auch der Kaufpreis. Da Wohnungen in Mehrfamilienhäusern viel weniger Bauland benötigen als frei stehende Einfamilienhäuser oder Doppelhaushälften, fällt auch der Kaufpreis moderater aus. In den meisten Städten ist die Eigentumswohnung zudem am meisten vertreten. Wer urbanes Leben mit viel Kultur und Unterhaltung zu Fuß oder unkompliziert mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen möchte, fährt mit einer Wohnung innerhalb der Stadtgrenzen ohnehin am besten.

Der unbestreitbare Nachteil: Als Besitzer einer Eigentumswohnung sind Sie Teil einer Eigentümergemeinschaft und haben lediglich Anteile am Gesamteigentum. In vielen Fragen müssen Sie sich dem Votum der Mehrheit unterwerfen. Und das betrifft oft schon unerwartete Fragen wie die Farbe der Wohnungstür im Hausflur oder die Installation einer Markise. Da bleibt für Individualisten wenig Raum.

Reihenhaus

Für viele das optimale Mittel in finanzieller und räumlicher Hinsicht. Reihenhäuser sind zwar um einiges teurer als Eigentumswohnungen, jedoch wesentlich billiger als Einfamilienhäuser. Sie sind meist sehr gut ans öffentliche Verkehrsnetz angebunden, haben einen kleinen Garten und meist einen Kfz-Stellplatz. So haben Sie alle Annehmlichkeiten eines frei stehenden Einfamilienhauses in abgespeckter Version. Für alle, die nicht zu viel Zeit für Pflege und Instandhaltung eines Hauses investieren, dennoch aber ihr eigenes Reich haben wollen, ist das Reihenhaus die ideale Lösung. Der Wermutstropfen liegt in den knapp bemessenen meist sehr schmalen „Handtuchgrundstücken“. Die räumliche Nähe führt deshalb gerne zu nachbarschaftlichen Streitigkeiten.

Doppelhaushälfte

Wer eine Doppelhaushälfte bezieht, hat sich für ein halbes Einfamilienhaus entschieden. Keine schlechte Wahl. Da die Grundstückshälften meist entgegengesetzt liegen, bietet diese Variante eine sehr komfortable Lösung. Durch die räumliche Nähe und die gemeinsame Wand sind der Individualität dennoch – ähnlich wie beim Reihenhaus – Grenzen gesetzt.

Frei stehendes Einfamilienhaus

Den Gipfel des Komforts, der Individualität und leider meist auch des Kaufpreises bietet das frei stehende Einfamilienhaus oder Mehrgenerationenhaus. Mit dem eigenen Grundstück – die Nachbarn weiter als bei jeder anderen Wohnform entfernt – und der größtmöglichen Entscheidungsfreiheit, ist es für viele der Wohntraum schlechthin. Eine ruhige Terrasse zum Sonnen, Spielplatz und Kräutergarten, Fahrradschuppen und Grillplatz – da bleibt kaum ein Wunsch offen. Nur der hohe Kaufpreis und die laufenden Kosten dämpfen die Freude etwas. Die jährliche Grundsteuer und stetige Wartungs- und Instandhaltungskosten sollten Sie gut kalkulieren. Zudem liegen Einfamilienhäuser häufig weiter draußen, was mindestens ein Auto, mit Kindern oft auch zwei Fahrzeuge notwendig macht.

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Wie Sie diesen Traum finanzieren und was Sie bei Gesprächen mit Ihrer Bank beachten sollten, lesen Sie im nächsten Teil unserer Reihe „Kaufen oder Mieten“.

Ihr

Team von neubaukarte.de

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