Neubau-Immobilien: kaufen oder mieten?

Neubau-Immobilien: kaufen oder mieten?

Wer sich räumlich verändern möchte, steht vor der Frage: Kaufen oder Mieten? In Teil 1 unserer Serie rund um Neubau-Immobilien hinterfragen wir Vor- und Nachteile beider Varianten.

Keine einfache Entscheidung und dazu eine, die viele Konsequenzen hat. Es ist eine Frage der Einstellung, der Finanzen und der Lebensumstände, ob man sich etwas mieten oder gleich Eigentum erwerben will. Eine Frage, die ungefähr so einheitlich beantwortet wird, als würde man nach der Automarke oder dem liebsten Fußballklub fragen. Rund 80 % hierzulande würden nach einer aktuellen Umfrage gerne in den eigenen vier Wänden leben. Die Gründe, sich Eigentum anzuschaffen oder zur Miete zu wohnen, sind dabei so vielfältig wie Einrichtungsstile oder Urlaubsziele. Jeder setzt seine Prioritäten anders und hat unterschiedliche Träume. Dabei spielen günstige Zinsen, der Arbeitgeber, die finanzielle Situation, ob Familie da ist, ob man die kulturellen Möglichkeiten einer Stadt sucht und noch einiges mehr, eine große Rolle. Für „Betongold“-Fans ist oft auch die deutliche Wertschöpfung für den späteren Ruhestand maßgeblich.

Bei leidenschaftlichen Mietern steht dagegen die Ungebundenheit, die Abgabe von Verantwortung an den Vermieter und das freie Handling mit überschüssigem Geld im Fokus. Keine Steuern, keine Rücklagen, kein Renovierungsrückstand, keine Gebäudeversicherungen. Und natürlich keine Bindung an einen Kreditgeber, denn ohne Darlehen kommen die meisten Käufer nicht aus. Jederzeit unabhängig seine Umzugskisten packen zu können und sich beruflich und räumlich nach Belieben zu verändern, das macht eindeutig den Reiz des Mietverhältnisses aus.

Häufig stellt sich die freie Entscheidung im näheren Umland jedoch gar nicht. Wer im städtischen Umfeld sucht, muss mit dem vorlieb nehmen, was sein Wohnumfeld bietet und bezahlbar ist. In Städten wie Düsseldorf oder München ist z. B. das Angebot an Privatimmobilien überschaubar und sehr hochpreisig. Da stellt sich die Frage nach dem Kauf einer Immobilie am schönen Rhein oder mit den Bergen als Hintergrund für die meisten gar nicht.

Unter Neubaukarte.de finden Sie deutschlandweit projektierte, geplante, in Bau befindliche und fertig gestellte Neubau-Immobilien zum Kauf und zur Miete. Als Entscheidungshilfe stellen wir Ihnen hier die wichtigsten Vorteile und deren Schattenseiten vor:

 

Vorteile eines Eigenheims:

 

✔ Individualität und Freiraum

Wer sich für seine Familie ausreichend Platz und individuellen Freiraum wünscht, liegt mit dem Kauf eines Eigenheimes ganz richtig, vor allem, wenn es sich um ein Haus handelt. Während in einem gemieteten Objekt die Möglichkeiten für Veränderungen sehr begrenzt sind, bietet Ihnen Ihr eigenes Objekt Raum für Ideen. Das kann auch Ihr Hobby oder Ihre (neben-) berufliche Selbstständigkeit umfassen.

✔ Sicherheit

Kennen Sie das Gefühl, die Eingangstür nach einem langen Tag hinter sich schließen zu können und die Welt draußen zu lassen? Das tut einfach gut. Aber kennen Sie auch das Gefühl, wenn es Ihre eigene Tür ist? Ihr Eigentum? Ein Gefühl, das durch nichts zu bezahlen ist. Die Tatsache, dass kein Vermieter Ihnen plötzlich die Kündigung oder eine Mieterhöhung in den Briefkasten stecken kann, schafft ein Gefühl von Sicherheit und Berechenbarkeit.

Auch die Sicherheit, die Kinder auf dem eigenen Grundstück zu wissen, entspannt. Wer dabei noch seiner Leidenschaft für Gartenarbeit oder seinem Hobby frönen kann, bezahlt auch gerne die fällige Grundsteuer, die für ein Grundstück deutlich höher ausfällt als bei einer Eigentumswohnung.

✔ Entscheidungs- und Gestaltungsfreiheit

Ob neue Böden, die Zusammenlegung zweier Räume oder den Einbau einer Kellersauna – in Ihrem eigenen Haus liegt die Entscheidungsfreiheit bei Ihnen. Das macht Lust, sich kreativ und handwerklich zu betätigen. Niemand, der zustimmen muss, wenn statt des Teppichbodens ein Parkettboden das Wohnzimmer auffrischt oder dank der Glasschiebetür jetzt mehr Licht durch den Raum flutet. Zwar gibt es bei einer Eigentumswohnung wesentlich mehr Beschränkungen, aber innerhalb Ihrer vier Innenwände ist auch hier vieles in Eigenregie möglich. Betrifft die Veränderung Außenwände, Fenster, Erscheinungsbild des Objektes etc., muss die Eigentümergemeinschaft entscheiden. Trotzdem ist die Entscheidungs- und Gestaltungsfreiheit um ein Vielfaches höher als bei einem Mietobjekt.

✔ (Fast) sichere Geldanlage

Manche nennen Immobilien abfällig „Betongold“. Gar nicht so falsch, denn ähnlich wie Gold ist eine Immobilie eine gute Geldanlage für das Alter. Wer sich im Ruhestand verändern möchte und womöglich weniger Verantwortung für Pflege und Instandhaltung übernehmen will, kann seine Immobilie meist gewinnbringend verkaufen. Bis dahin sollte man neben dem Kaufpreis und Kaufnebenkosten (Notar, Makler, Grunderwerbssteuer etc.) in Höhe von ca. 12 % bis 15 % des Kaufpreises auch die laufenden Kosten für den Werterhalt und mögliche Modernisierungsaufwände einplanen.

 

Vorteile eines gemieteten Objektes:

 

✔ Geografische Flexibilität

Ein Mietobjekt lässt sie beweglicher handeln, als mit einer eigenen Immobilie. Sie möchten statt Ostseedünen Allgäuer Berge? Oder wollen Sie die laute und hektische City mit ländlicher Ruhe und Vogelgezwitscher tauschen? Sind Sie oft monatelang in der Welt unterwegs? Gefallen Ihnen die Nachbarn nicht? Möchten Sie Karriere machen und brauchen dazu eine Großstadt im Hintergrund? Wer sich beruflich oder privat gerne frei entscheiden möchte, lebt zur Miete wesentlich flexibler.

✔ Miete statt Verantwortung

Während der Eigentümer die Verantwortung für sein Objekt hat und für Instandhaltung und Rücklagen sorgen muss, kann der Mieter auf ihn zurückgreifen, wenn etwas zu bemängeln ist. Der Vermieter hat für Reparaturen, Wärme, Wasser und Sauberkeit zu sorgen. Der Mieter hat lediglich fristgerecht und vollständig die Miete zu bezahlen und eine eventuelle Hausordnung zu beachten. Wer Verantwortung und Pflichten für ein Eigenheim vermeiden möchte, lebt als Mieter entspannter.

✔ Finanzielle Freiheit

Zwar ist die Miete durch mögliche Erhöhungen keine wirklich sichere Größe, darüber hinaus entstehen jedoch bis auf mögliche Nebenkostennachzahlungen keine nennenswerten Belastungen. Der Eigentümer dagegen muss sich auch bei Neubau-Immobilien auf Reparaturen einstellen. Auch Vorgaben der Stadt oder Gemeinde hinsichtlich Wärmeemission oder Zustand der Anfahrtswege können bei Eigentum kostenintensiv werden. Als Mieter kann man stattdessen mit dem überschüssigen Geld frei planen, z. B. seinen nächsten Urlaub.

✔ Zeitliche Freiheit

Laub entfernen, Schnee schippen, Eis abstreuen, Pflanzen gießen, Rasen mähen, Unkraut entfernen, Sträucher schneiden, Schnecken aufsammeln – als Mieter übernimmt das meiste davon die Hausverwaltung oder ein externer Dienstleister. Selbst wenn es einen gemeinsam auszuführenden Winterdienst oder Putzplan für den Hausflur gibt, bleibt die zeitliche Belastung für den Mieter überschaubar. Urlaube oder lange Wochenenden können ohne Umstände realisiert werden.

 

Fazit:

Historisch niedrige Zinsen für Immobilienkredite locken. Dem gegenüber stehen exorbitant hohe Mieten in gefragten Gegenden. Selbst auf dem Land gibt es deutliche Mietpreissprünge. Dennoch: Die Kaufpreise steigen aktuell deutlich stärker als Mieten. Dafür haben Sie auf Mieterhöhungen kaum einen Einfluss. Individualität und persönliche Entscheidungsfreiheit als Eigentümer konkurrieren mit überschaubarer Verantwortung und wohltuender Flexibilität als Mieter.

Ob Sie Ihre Neubau-Immobilie kaufen oder mieten, bleibt letztlich eine Frage Ihrer persönlichen Neigungen und der finanziellen Möglichkeiten. Welche Vor- und Nachteile jeweils Eigentumswohnungen, Reihenhäuser, Doppelhaushälften und Co. mit sich bringen und was Sie rund um die meistgestellte Frage nach der „Lage, Lage, Lage“ wissen sollten, erfahren Sie in Teil 2 der Ratgeber-Serie von neubaukarte.de rund um Kaufen oder Mieten?.

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